Foodora Schweiz

Nahrungsergänzungsmittel Schweiz

In der Schweiz sind bisher weder Foodora noch Deliveroo vertreten. Zusätzliche Dienstleistungen und Leistungen bei Foodora, einschließlich Versicherung, Altersvorsorge und Urlaubsregelung. Essen) mit Just Eat aus Großbritannien und Takeaway.com. Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Schweiz, Spanien.

Der Delivery Hero verkauft sein Schweizer Geschäft.

Von den Tagelöhnern des Digitalkapitalismus

Viele angesagte Firmen werden derzeit aufgebaut, aber auch neue gesellschaftliche Auseinandersetzungen entstehen. In ganz Europa gehen Fahrradkuriere, die für Online-Plattformen arbeiten, auf die Schranken. Digitaler Kapitalsalat boomt: In der jüngsten Zeit haben sich unzählige neue Business-Modelle entwickelt, angesagte Konzerne wie Amazon, Airbnb oder Uber verbuchen rasante Zuwachsraten und eröffnen ihren Kunden komfortable und günstige Konsumchancen.

"â??Heute nehmen wir den Einspruch auf direktem Weg in die Hauptverwaltung von Deliveryoo. Andernfalls wären die Büroräume hier leerstehend, ohne uns gäbe es Deliveryoo nicht! Georgien Palmer wohnt in Berlin, wo sie lernt; sie verdient ihr Geld als Fahrradkurierin. Gegen die Online-Plattformen Deliveryoo und Foodora wird protestiert. In Berlin stehen die beiden ehemaligen Start-ups, die heute zu den weltweit agierenden Unternehmen gehören, seit einigen Jahren in einem intensiven Konkurrenzkampf.

In beiden FÃ?llen ist das GeschÃ?ftsmodell gleich: Die Kunden können in den mit Deliveryoo und Foodora zusammenarbeitenden GaststÃ?tten Ã?ber das Netz Lebensmittel bestellen, und eine ganze Reihe von Fahrradkurieren - so genannte Rider - liefern die Bestellung dann innerhalb weniger Augenblicke. Sowohl für die Gaststätten als auch für die Bahnsteige ist dies eine ebenso günstige Konstellation: Die Gaststätten können mehr Kunden ansprechen, ohne in den eigenen Zustelldienst zu investieren, Foodora und Deliveryoo sammeln ihrerseits rund dreißig Prozentpunkte des Fluktuationsumsatzes sowie eine Abgabe von den hungernden Kunden.

Tatsächlich müssen Kuriere aber oft lange auf den Einsatz eines Auftrages auswarten - und sich dann freuen, wenn sie bei Schlechtwetter spät am Abend etwas liefern können. Solche prekären Arbeitsverhältnisse werden unter dem Stichwort "Gig Economy" zusammengefasst - der Mitarbeiter verdiene nur dann Geld, wenn es einen Arbeitsplatz für ihn gebe, so wie ein Musiker nur dann ein Gehalt habe, wenn er einen Auftritt in einem beliebigen Verein erhalte.

Das Lebensmittelverteilungsgeschäft ist einer der Kernsektoren der Konzernwirtschaft, ebenso wie der Personenverkehr, in dem das US-Unternehmen den Gesamtmarkt erobert. Deshalb hat die FAU in diesem Frühling in Berlin die Aktion #deliverunion ins Leben gerufen. Auch in anderen europÃ?ischen LÃ?ndern haben die Fahrer angefangen, sich selbst zu fÃ?hren.

Deliveroo-Fahrer starteten im vergangenen Jahr mit Protestklagen in Braistol, England, aber jetzt widersetzen sich Kuriere in der Hälfte Europas (für die aktuelle). Sie sind so etwas wie die Vorreiter eines neuen Kolonialismus, der auf den ersten Blick mehr Freiheit für die Lohnempfänger schafft, aber in Wirklichkeit eine dramatische Beeinträchtigung der Arbeitsbedingungen impliziert.

Auf der Website clickworker.de hingegen werden kleine, kostenpflichtige Jobs angeboten, die im Internet abgewickelt werden können, wie z.B. die Verarbeitung von Suchanfragen im Internet oder die Wartung von Datenbeständen. Du kannst von zu Haus aus mitarbeiten, es gibt keine festen Zeitpunkte. Als Werbeträger für ihre Platformen werben die Firmen der Konzernwirtschaft damit, dass sie bei größtmöglicher Flexibilität zugleich Ertragsmöglichkeiten aufzeigen.

"Die Folge solcher Arbeitsverhältnisse ist in der Praxis meist Prekarität", sagt die Sozialwissenschaftlerin Stefania Animento, Forscherin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Oftmals haben sich Menschen bei Online-Plattformen angemeldet, die nach einer Verdienstmöglichkeit Ausschau halten, um die Zeit bis zur Suche nach einem festen Arbeitsplatz zu unterdrücken. Die Vergabe der Aufträge an die Fahrer erfolgt bei Foodora vollautomatisch über einen speziellen Berechnungsalgorithmus.

Vermutlich registrieren die demonstrierenden Berlin-Kuriere auch, wie verlässlich ein Fahrer Bestellungen entgegennimmt; wenn der Kurier immer einsatzbereit ist, wird er gegenüber weniger verläßlichen Kollegen vorgezogen. Ein Problemfall tritt ein, wenn ein Reiter aufgrund von Krankheit oder Verletzung über einen langen Zeitabschnitt nicht mehr berufstätig sein kann, dadurch einen Einkommensverlust in Kauf nehmen muss und in der Folge auch Probleme hat, wieder in den Beruf einzusteigen.

Die Fahrer formulierten in Berlin drei handfeste Anforderungen, die sie an Foodora und Deliveryoo stellten: Zum einen, dass die Firmen die Arbeitskosten für die Arbeitsausrüstung tragen, so dass die Boten nicht mehr selbst für die Reparatur ihrer Fahrräder oder Smart-Phones bezahlen müssen; zum anderen, dass die Löhne um einen E Z erhöht werden; und zum dritten, dass die Zahl der garantierten Arbeitsstunden erhöht wird, damit die Arbeiter mit ihrer Arbeit auskommen können.

Erste kleine Erfolge hat die Berlinsche Aktion bereits erzielt: Immerhin hat das dt. Familienunternehmen Foodora mittlerweile Verhandlungen mit der Industriegewerkschaft aufgesetzt. Demgegenüber lehnt der britische Wettbewerber Deliveryoo den Gesprächsstoff weiterhin ab, weil die Laune der Arbeiter gut sein soll und die von der FAU angestoßenen Demonstrationen "nicht als Repräsentativität zu werten sind".

Vor einigen Tagen demonstrierten in Paris, Lyon und Bordeaux französiche Spediteure, die für Delivery liefern. Anlass war, dass das Untenehmen die Spediteure Ende Juni per E-Mail darüber informierte, dass sich die Bedingungen verändert haben und dass sie nicht mehr auf Stundenbasis, sondern auf der Basis von gelieferten Aufträgen - d.h. auf Akkordbasis - gezahlt werden sollen.

Die Befürchtung vieler Autofahrer ist, dass es sich dabei tatsächlich um eine Senkung der Löhne handelt. Die Tatsache, dass es den Kurieren der Online-Plattformen in Frankreich und anderen Ländern gelungen ist, sich überhaupt zu strukturieren, ist bereits ein voller und keinesfalls selbstverständlicher Wurf. Der Grund dafür ist, dass die Fahrer in der Regel getrennt von einander agieren - im Gegensatz zu Fabrikarbeitern, die früher in der gleichen Werkstatt arbeiteten, wo sie Ideen austauschten und sich vernetzten konnten.

Darüber hinaus gibt es eine starke Schwankung unter den Mitarbeitern der gigantischen Wirtschaft. Der Soziologe untersuchte den Angriff der Foodora-Fahrer in Turin 2016. In der Schweiz sind bisher weder Foodora noch Deliveryoo zuhause. In Deutschland hat sich die Diskussion um die Konzertökonomie in den letzten Woche auf die kontroverse Online-Plattform Uber fokussiert, die Dienstleistungen rund um das Thema Privatfahrten anbietet.

Dennoch gibt es in der Schweiz auch kleine Firmen, die auf vergleichbarer Basis tätig sind, wie z.B. den Notime-Dienstleister. Seit über zwei Jahren fährt ein Kurier für 22 bis 25 Francs pro Std., ohne Sozialhilfe, ohne Kompensation für Räder und ohne Unfall. Der Kurier fordert, dass no time in Verhandlung über einen Tarifvertrag sowie eine nachträgliche Vergütung tritt.

Da Notime ein GesprÃ?ch mit den Mitarbeitern abgebrochen hat, haben die Kuriere am gestrigen Tag mit einer Demonstration in Bern auf die MÃ??chtigkeit ihrer Rechte hindeute.

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